Abgleich und elektrischer Einbau der digitale Frequenzabstimmung, -Eingabe und -Anzeige

Version 1.1b


Anschluß, Test und Abgleich der neuen Frequenzeinstellung und -Anzeige

Vorgestellt wird in dem Beitrag der Einbau der kompletten Schaltung und Anzeige in das ESS100. Alternativ, von einigen Funkfreunden gewünscht, kann man die Schaltung und Anzeige in ein externes Gehäuse einbauen, damit die elektrischen und mechanischen Modifikationen im ESS100 minimieren. Da ich diesen Umbau selbst nicht durchgeführt habe, möchte ich hier nicht näher darauf eingehen.

Alle Bilder auf dieser Seite können per Mausklick vergrößert werden. Die Bilder wurden nach dem Einbau der Baugruppe in ein ESS100 aufgenommen!

  1. Spannungsversorgung: Anschluß der neuen Schaltung an +5V, am 5V Ausgang des 22/5V Spannungskonverters (kleiner Blechkasten) direkt hinter der Frontblende. Vor dem Anschluß der neuen Schaltung kann man die 5V in dem (betriebswarmen) Spannungskonverter neu auf 5V ± 0,1 Volt abgleichen,

  2. Spannungsversorgung: Anschluß der neuen Schaltung an +22 V, an vorhandener 1,6A Sicherung im ESS100, Anschluß an das abgesicherte Ende, dem Ende welches von der Frontseite wegzeigt,

  3. Spannungsversorgung: Verbinden der neuen Schaltung mit einem kurzen und starken Massekabel zum ESS100 Chassis an Masse, Ein Masseanschluß befindet sich direkt neben der 1,6 A Sicherung der 22V Stromversorgung. Das dicke Massekabel ist notwendig um Störungen des Displaymultiplexers auf der Analogleitung der 100 Hz Frequenzabstimmung zu vermeiden. Sollten dennoch Störungen von ca.1KHz auftreten, kann die Masseleitung über eine 10µH Drossel abgeblockt werden.

  4. FUNKTIONSTEST: nach Anschluß aller Spannungen an die neue Schaltung muß auf dem Display die Startsequenz (siehe Softwarebeschreibung) ablaufen. Über Tastatur und Drehgeber müssen neue Frequenzen einstellbar sein und auf dem Display dargestellt werden. Am Ausgang Clarifier out der neuen Schaltung muß bei Abstimmung der 100Hz Stelle eine variable Gleichspannung anliegen.

  5. Kassette Frequenzaufbereitung: Pin’s PA0,1,2,3,4,5,6,7 und PC0,1,2,3,4,5,6,7 der neuen Schaltung mit Kassette Frequenzaufbereitung verbinden an Pin’s 2,4,6,8,9,10,12,14 /X1021, und Pin’s 2,4,6,8,9,10,12,14 /X1020, – siehe Schaltplan der digitalen Frequenzabstimmung. Diese Ports steuern die Frequenzaufbereitung der 1KHz, 10KHz, 100KHz, 1MHz, 10MHz Stelle.

  6. FUNKTIONSTEST: nach Anschluß der 16 Pin’s an die Kassette Frequenzaufbereitung müssen bei Eingabe der Frequenz über die Tastatur bzw. Abstimmung über Drehregler die auf dem Display dargestellten Frequenzen im ESS100 abgestimmt werden. Ein erster Empfangstest kann mit Hilfe von bekannten Rundfunksendern durchgeführt werden. Die Frequenzen sollten folgend im Testmodus des SEG-100D (Einschalten des ESS100 in Stellung Frequenzkontrolle - Kontrolle aller 12 im Handbuch Erzeugnisunterlage angegebenen Frequenzen) überprüft werden. Siehe dazu Erzeugnisunterlage SEG-100D, Seite 27. Sollte auf einigen der Testfrequenzen kein 1KHz Testton hörbar sein, ist die Verkabelung zwischen der neuen Schaltung und der Kassette Frequenzaufbereitung zu überprüfen. Sollte die Frequenzabstimmung nicht funktionieren, sind die einzelnen Pegelzustände mit einem Logiktester zu überprüfen. Dazu bitte Reparaturanleitung ESS100, Band1 Kapitel 5.3.3 als Hilfe benutzen.

  7. Kassette Frequenzaufbereitung: Clarifier out der neuen Schaltung an Pin 15/10 X21, den Clarifierausgang der Kassette Frequenzaufbereitung. Dieser Port steuert über eine variable Gleichspannung (zwischen  7,5 bis 12,5 Volt) die 10Hz und 100Hz Stelle.

  8. Clarifierpotentiometer: Die an den Schaltkontakten (Rückseite des Potentiometers) angeschlossenen Kabel werden so kurzgeschlossen, daß die Position "Clarifier ein" simuliert wird. Die restlichen Kabel von den drei Potentiometeranschlüssen können abgelötet und isoliert werden. 

  9. Kassette Signalaufbereitung: Clarifier TX Modifikation nach DL7AWL, Pin9/X1009 Draht ablöten und an Pin6/X1009 anlöten. An Pin6/X1009 befinden sich dann beide Drähte. Der Stecker befindet sich direkt hinter dem Lautstärkeregler. PIN9/X1009 bleibt künftig frei.

  10. FUNKTIONSTEST: bei Frequenzabstimmung in 10Hz oder 100Hz Schritten muß eine leichte Verstimmung der Frequenz bemerkbar sein. Die Frequenz kann jedoch um bis zu ± 2,5 KHz verstimmt sein. Ein Abgleich auf die exakte Frequenz wird später durchgeführt.

  11. Leiterplatte Ablaufsteuerung: (gibt es nicht im SEG-15D, nur im SEG-100D): die Leiterplatte befindet sich zwischen den Kassetten Frequenzaufbereitung und Signalaufbereitung, Trennen der bestehenden Kabel vom Stecker Pin A1 / X01 und Pin B1,B2,B3,B4 /X02,

  12. Leiterplatte Ablaufsteuerung: Pin B1,B2,B3,B4,B5,B6,7,B8,B9,B10,B11 /X01 mit Masse verbinden, Pin B12 /X01 nicht mit Masse verbinden,

  13. Leiterplatte Ablaufsteuerung: Kollektor von Transistor V37 von Leiterplatte trennen (Auslöten oder Abkneifen), Transistor V37 ist für die Trägersperre bei Frequenzen < 1,6 MHz verantwortlich.

  14. Ehemaliger 1KHz Frequenzschalter: weißes dünnes Kabel welches zur Kassette Ablaufsteuerung an Pin B12 /X01 führt (Austesten mit Durchgangsprüfer), dieses Kabel wird an die neue Schaltung Pin Trägersperre bei Frequenzwechsel verbunden. Der Pin setzt die automatische Abstimmung im LLV100 bei Frequenzänderungen >1 KHz zurück.

  15. FUNKTIONSTEST: Zunächst Abstimmung des LLV100 auf einer beliebigen Frequenz an einem Dummyload. Bei Änderung der Frequenz um ± 10KHz muß die automatische Abstimmung des LLV100 auf Dummyload (oder beliebige andere Antenne) zurückgesetzt werden.

  1. Umbauten nach Variante DL7AWL durchführen, 14 MHz Umbau Frequenzaufbereitung nach DL7AWL. Der Schalter um den Frequenzversatz von +3MHz zu schalten kann natürlich entfallen.

  2. Das Schaltkabel für den +3Mhz Frequenzversatz wird mit dem Prozessor Pin PE1 verbunden.

  3. FUNKTIONSTEST: Frequenzen über 11,999 MHz können empfangen werden.

  1. Einstellen der maximalen Helligkeit der Anzeige über Einstellregler R2 bei maximaler Beleuchtungsstärke (mit Taschenlampe oder heller LED am Fototransistor), Einstellen der Helligkeit bei 5V Stromaufnahme auf ca. 350mA

  2. Test der neuen Schaltung, über den Drehsteller müssen sich Frequenzen zwischen 1,0 MHz bis 14,999 MHz kontinuierlich einstellen lassen. Bei Druck auf den Drehgeber müssen sich die Abstimmschritte zwischen 10Hz,100Hz, 1KHz und 5 KHz ändern lassen. Eine Frequenzeingabe über die Tastatur muß zwischen 1,500 bis 14,999 MHz möglich sein.

  3. Einstellen Referenzspannung mit Einstellregler R17 auf ca. 13,1V (je nach Exemplar ± 0,6V)

  4. Einstellen Referenzspannung mit Einstellregler R16 auf ca. 13,1 V, Frequenzeinstellung auf 7039,99 KHz

  5. Einstellen Verstärkung von IC4 mit Einstellregler R19 auf 13,1V bei Frequenzeinstellung 7039,99 KHz bzw. 5,6V (je nach Exemplar ± 0,4V) bei Frequenzeinstellung 7040,00 KHz

  6. FUNKTIONSTEST: SEG-100D in Betriebsart A1A abstimmen, Frequenz 7039,00 und mit 30W Sendeleitung in Dummy Load senden. Die Feineinstellung der 10Hz Abstimmung erfolgt über einen Frequenzmesser oder über SSB Kontrollempfänger nach Gehör. Dabei ist die Frequenz des SEG-100D in 10Hz Schritten nach oben (USB)-> 7042,00 KHz abzustimmen, im Kontrollempfänger muß die Frequenzänderung bei den 1-KHz Schritten kontinuierlich über die 1KHz Grenzen erfolgen, d.h. keine Tonsprünge. Ebenso die Frequenzänderung nach unten auf kontinuierliche Tonänderung einzustellen (LSB)


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